praktische vs. theoretische Probleme

Der folgende Text könnte alternative unter der Überschrift offline vs. online Probleme stehen.
Ein Vergleich der Problemarten die mir damals als IT-Systemelektroniker begegnet sind und die mit denen ich mich heutzutage als Webentwickler beschäftige.

Damals schlug ich mich mit richtig praktischen Problemen herum.
Zum Beispiel mit der Erkenntnis, dass die mehrere Kilo schwere EMA (wurde immer mit 2 fetten Akkus bestückt) nicht an dieser einfachen Rigibs-Wand mit den drei verbliebenen Rigibis-Schnecken halten würde. Mit dieser Erkenntnis und mit dem Wissen das hier eh keine Rigibis-Schnecken, sondern eher Kippdübel gefragt sind muss man nun zum nächsten Baumarkt.
Da man sich in solchen Situationen aber konsequent entweder am Arsch der Welt (nächster Baumarkt 10min. entfernt – also mit einem Helikopter-Taxi) oder mitten in der Innenstadt (Luftlinie zum Baumakrt ca. 5km – Fahrzeit, bzw. Staustrecke ca. 45min.) befand und damit die nächsten Kippdübel in fast utopische Ferne rückten,  hatte man schon keinen Bock mehr bevor man auch nur einen Handschlag getan hatte.

Heutzutage begegne ich hingegen eher theoretischen Problemen.
Wobei hier das Wort „theoretisch“ etwas falsch ist, bzw. meine subjektive Sicht widerspiegelt. Es sind für mich eher Herausforderungen als Probleme.
Denn mit einem internetfähigen Elektronik-Dings, Internet als solches und Interesse an der Sache lässt sich alles lösen, irgendwie. Also meistens. 😉
Gut, ich habe noch den Zeit-Faktor weggelassen. Denn hätte man unbegrenzt Zeit wäre die meisten Probleme nicht so problematisch. Doch meine „theoretischen“ Problemen muss ich meistens nur einmal bewältigen und bin dann mit der Lösung, Bookmarks, Code-Schnippseln und dem Wissen darüber für das nächste Mal gewappnet.

Fehlende Kippdübel fehlen hat beim nächsten Mal auch wieder.